Mittwoch, 19. Juni 2013

[52/25] Dialog


Seht hier die weiteren Projekt-Beiträge der Woche: 25.

Sonntag, 16. Juni 2013

[Leserunde] Artikel 5 - Warum dieses Buch?

(c) Momo

Alle grundlegenden Informationen zur Leserunde gibt es hier.

Heute also wie angekündigt ein Ausblick auf das Buch, meine Erwartungen, und überhaupt so...

Dass Momo und ich beschlossen, eine Leserunde zu starten, ist nun schon ein Weilchen her. Feuer und Flamme waren wir von der Idee zwar sofort, doch wir steckten zunächst beide mitten im Umzug - schon seltsam, wie der Zufall manchmal so spielt. Dennoch überlegten wir zwischenzeitlich schon hin und her, welches Buch wir denn wählen sollten, schließlich sollte es nicht nur ein "netter" Roman sein, zu dem man sonst nicht viel zu sagen hat, sondern etwas "handfesteres", worüber sich auch ein bisserl was schreiben lässt. Eher zufällig lief mir dann "Artikel 5" über den Weg, als ich munter in meiner Lieblingsbuchhandlung meines vorherigen Heimatorts stöberte und mich zum ersten Mal in diesem Jahr ernsthaft mit aktuellen Neuerscheinungen befasste. (Mit dem Sohnemann komme ich da nicht so wirklich dazu und lese Bücher gerade von meinem SuB herunter.)

"Artikel 5" bestach mich mit seiner äußerlichen Schlichtheit, auf dem hinteren Buchdeckel sind die fünf ersten Artikel der Moralstatuten einer USA in wohl nicht allzu ferner Zukunft abgedruckt, die Kirche und Staat quasi gleichsetzen. Eine düstere Vision einer Gesellschaft, die sich nach extremen Regeln einer Glaubensgemeinschaft zu richten hat. Da wurde ich neugierig, dachte an ultrakonservative Strömungen der aktuellen Zeit und war gepackt. Und auch wenn wir noch ein paar andere Vorschläge in Erwägung zogen, so war dies mit Abstand das Buch, das Momo und mich beide am neugierigsten machte.

Ich bin nun also gespannt, wie diese reformierte Gesellschaft aufgebaut ist. Wie es den Moralisten gelang, die Überhand im Staat zu gewinnen. Kurz: Wie Simmons düstere Version ihres Heimatlandes aussieht, funktioniert, und wie die Menschen darin ihren Platz finden. Ich bin gespannt, inwiefern diese Dystopie sich von all den anderen, die den Markt derzeit ja doch schier überfluten, abzuheben weiß. Und ich bin gespannt, wie Momo und mir das mit dieser Leserunde so gelingen und gefallen wird. Es ist lange her, dass ich ein Buch nach Zeitplan gelesen habe (Stichwort: Schullektüre...) und ich merke jetzt schon, dass es mir schwer fällt, der Versuchung zu widerstehen, den Roman nicht einfach zu verschlingen. Denn ich muss zugeben: Die ersten Kapitel habe ich schon gelesen und konnte mich jetzt echt nur schwer bremsen, nicht weiter als bis über das fünfte Kapitel hinaus zu lesen...

Wer sich der Leserunde anschließen möchte, kann das weiterhin gern tun! Wir freuen uns über jeden, der mitmachen möchte, über eure Beteiligung an der Diskussion, über eure Fragen und Anregungen.

Freitag, 14. Juni 2013

[Leserunde] Artikel 5

(c) Momo

Endlich werde ich meinem Blognamen mal so richtig gerecht, denn: Es wird gelesen!
Momo und ich starten eine Leserunde zu "Artikel 5" von Kristen Simmons. Dabei geht es uns allerdings nicht darum unsere Lesefortschritte zu posten im Sinne von "wie viele Seiten in welcher Zeit", sondern darum unsere Gedanken beim Lesen festzuhalten, uns über das Gelesene auszutauschen und gemeinsam das Buch in all seinen Facetten zu diskutieren. Wir sind gespannt, wie uns unser Vorhaben gelingt, denn für beide von uns ist es die erste Leserunde überhaupt. Spannend dürfte dabei auch der Aspekt sein, dass ich mich für die deutsche Übersetzung entschieden habe, während Momo das Buch im englischen Original als eBook lesen wird.*

Wie wir vorgehen wollen:
Der Leserunden-Tag wird der Sonntag. An den nächsten Wochenenden gibt es bei uns jeweils einen Blog-Post zu den gelesenen Kapiteln, dabei sprechen wir uns im Vorfeld über den Umfang der Textgrundlage für den aktuellen Post ab. Um dem ganzen etwas Struktur zu geben, orientieren wir uns bei unseren Posts an Momos Stichpunkten ihrer Kurz-Rezensionen ("kurz&gut")**, also:
  • Einstieg
  • Charaktere
  • Buchwelt/-universum & Setting
  • (Spannungs)Verlauf
  • Sprache/Schreibstil
  • Zitate
  • Positives/Negatives
  • Kritik am System
  • Fazit
Natürlich müssen nicht alle Punkte sklavisch in jedem Post "abgearbeitet" werden, aber sie sollen Orientierung geben für das, was uns für unsere Buchbesprechung wichtig ist. Und dann darf über die Kommentarfunktion munter weiter diskutiert werden. Wir ermutigen Euch mitzudiskutieren - und am besten auch mitzulesen.

Der Startschuss ist hiermit also gelegt. Am kommenden Sonntag gibt es dann also unsere ersten Beiträge zum Buch - darin erfahrt ihr, warum wir uns gerade für dieses Buch entschieden haben, was wir uns von der Lektüre erhoffen, etc. Am 23. legen wir dann auch inhaltlich los.

Wer uns begleiten möchte, ist herzlich eingeladen in die Leserunde einzusteigen - dazu bitte eine kurze Nachricht an uns, entweder per Mail oder hier als Kommentar. Es kommt also auf EUCH an und wir freuen uns ehrlich auf jeden der mitmachen möchte. Dabei ist ein Blog oder Facebook-Seite keine Pflicht, gerne darf jeder auch per Kommentarfunktion bei mir und/oder Momo mitlesen und mit-diskutieren. - Keine Meinung ist falsch - keine Idee doof - und jede Frage wird ernstgenommen. - Wir wollen mit EUCH lesen und uns austauschen. Je mehr, desto besser. Gerne auch als Re-Read wer mag, dann aber vorsichtig mit möglichen Spoilern. Nicht dass wir hier jemandem die Lesefreude verderben...

Also wir freuen uns auf Euch und das Miteinander-Lesen, auf Eure Meinungen und viel Austausch.

* Für Leseinteressenten: Die englische Kindle Version könnt ihr aktuell bei Amazon für nicht einmal zwei Euro erwerben.
** Die entsprechenden Logos dürfen auch verwendet werden, dazu bitte Momos Hinweise beachten.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Das Geheimnis des goldenen Salamanders

Mit Alyss möchte wohl so schnell niemand tauschen: Mit gerade einmal zwölf Jahren ist sie Vollwaise und ihr Vormund, Onkel Humphrey, trachtet ihr nach dem Erbe. Ausnahmsweise gerät es ihr eines Tages zum Vorteil, dass dessen Söhne sie immer quer durch's Anwesen auf Hatton Hall jagen und sie sich vor ihnen in einem geheimen Schrank in der Bibliothek ihres geliebten Vaters versteckt. Dort hört sie ein Gespräch mit an, nach dem ihr klar wird, dass sie schnellstens das Weite suchen muss, damit nicht Humphrey und sein Häscher sie verschwinden lassen. Und so macht sie sich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf den Weg und reist, als Junge verkleidet, nach London, wo sie sich Rettung bei einem Freund ihres Vaters erhofft. Das vereinbarte Erkennungszeichen trägt sie bei sich: Einen goldenen Salamander. Doch zu allem Überdruss wird sie in London von einem Straßenjungen namens Jack bestohlen...

Die Geschichte spielt im London des 17. Jahrhunderts und lebt vom Charme der frühen Neuzeit, als die Neue Welt mehr und mehr erforscht wurde und den Lebenswandel der besser Gestellten der Gesellschaft zunehmend beeinflusste. Doch erfährt der Leser hiervon eher am Rande, darf diese Atmosphäre in sich aufsaugen und in der Geschichte versinken, die einiges an Spannung zu bieten hat. Nicht nur, dass Alyss vor ihrem gierigen Onkel fliehen muss, nein, es ziehen auch noch Kinderdiebe durch die Straßen von London. In einer Zeit, in der zahlreiche Straßenkinder sich in verschiedenen Banden zusammen schließen um zu überleben, scheint es kaum aufzufallen, dass allerorten Kinder verschwinden. Doch Jack und seine Freunde bemerken sehr wohl, dass da etwas Unheimliches vorgeht in der Stadt. Und während Alyss sich fieberhaft auf die Suche nach ihrem Salamander macht, ohne den sie beim Freund ihres Vaters ja wohl gar nicht aufzutauchen braucht, hat Jack diese Beute schon fast wieder vergessen. Ihn treibt nämlich nur eines um: Die Sorge um seinen kleinen Bruder Ned, der nun schon vor einigen Wochen verschwunden ist...

Es kommt, wie es kommen muss: Alyss und Jack geraten tiefer und tiefer in ein Netz aus Geheimnissen, Verwirrungen und Boshaftigkeiten. Und während sie zunächst nicht erpicht darauf sind, näheren Kontakt zu haben als unbedingt nötig, freunden sie sich im Laufe der Geschichte mehr und mehr an, nehmen Anteil am Schicksal des Anderen und versuchen, sich gegenseitig aus ihrer misslichen Lage zu helfen. Hilfe findet die kleine Alyss zum Glück auch bei einigen Darstellern des Jahrmarkts, der gerade in London weilt. Hätte sie diese drei Erwachsenen nicht auf ihrer Seite, stünde es wohl schlecht um das Mädchen, das - aufgewachsen in feinem Hause - von der harten Realität einer Großstadt reichlich überfordert ist und viel zu naiv auf ihre Mitmenschen reagiert. Diese Naivität ist es denn auch, durch die sie sich ein um das andere Mal in schier aufweglose Situationen manövriert. Doch wer möchte ihr genau diese Naivität verübeln, ist sie es doch auch, die die Hoffnung nährt, dass es so etwas wie das Gute im Menschen tatsächlich gibt.

Ein spannend erzählter Roman, der insbesondere jungen Abenteurern einige aufregende Lesestunden verspricht. Doch obwohl ich schon einiges älter bin, als die eigentliche Zielgruppe ab 10 Jahren, hat mir dieser Roman viel Spaß gemacht, auch wenn - vielleicht auch gerade weil - ich manchmal verzweifelt aufstöhnte, wenn Zufall und Pech mal wieder für unerwartete Wendungen in der Geschichte sorgten. Mit greifbar entwickelten Charakteren und tollen Illustrationen ist dies ein Krimi für junge Leser, der so richtig zum Mitfiebern einlädt, weil sich die Situationen ganz anschaulich vor dem inneren Auge abspielen. Und wie oft findet man schon ein offenes Happy End? Die Geschichte mag in sich zwar abgeschlossen sein, doch sie bietet Raum für mehr, ganz ohne dass man ungeduldig bibbernd dasitzt und die Fingernägel in die Tischplatte schlägt vor lauter Neugier auf die Fortsetzung.

Fazit: 4 Sterne!

Renée Holler: Das Geheimnis des goldenen Salamanders. ISBN: 978-3-7607-9155-5

Für dieses spannende Lesevergnügen bedanke ich mich ganz herzlich bei Blogg dein Buch und dem Bloomoon Verlag. Hier könnt ihr das Buch auch direkt bestellen.

[52/24] Aus einer anderen Welt

Aus dieser Nähe betrachtet, wirkt so ein Maikäfer ja schon irgendwie wie aus einer anderen Welt...

(Klick macht groß)

Und welche anderen Welten haben die anderen Projekt-Teilnehmer erkundet? 24.

Dienstag, 11. Juni 2013

[Am Rande] Eine Schnitzeljagd durch mein Bücherregal

Fast möchte ich sagen: Was lange währt, wird endlich gut. Pia von SeitenBlicke, einem meiner liebsten Bücherblogs, hat mich schon vor einiger Zeit zur Schnitzeljagd eingeladen. Jetzt wird es endlich mal Zeit, dem Aufruf zu folgen. Ich verzichte zwar auf eine YouTube-Teilnahme, aber mit von der Partie bin ich in jedem Falle, denn Schnitzeljagden fand ich schon als Kind toll...

Die zu findenden Bücher sind:

1. Ein Autor oder ein Buchtitel, in dem der Buchstabe Z vorkommt.
Auch auf die Gefahr hin, mich da zu wiederholen - aber ich liebe dieses Buch einfach. Insofern fällt mir zu diesem Punkt sofort der Herr Zusak mit seiner "Bücherdiebin" ein. Vielleicht sollte ich mich auch mal an eines seiner anderen Werke wagen? Ich habe allerdings die Befürchtung durch meine Liebe zu diesem Buch viel zu hohe Erwartungen an seine anderen Romane zu stellen...

2. Ein Klassiker.
"Who's afraid of Virginia Woolf?", DAS Theaterstück des 20. Jahrhunderts, wenn man so will. Zumindest überschlagen sich die amerikanischen Kritiken dahin gehend. Ich schmökere gerade darin und bin doch das eine oder andere Mal reichlich schockiert von den kaputten Charakteren. Weiteres folgt, wenn ich mit dem Bändlein durch bin...

3. Ein Buch mit einem Schlüssel auf dem Cover.
Ob ihr es glaubt, oder nicht - ich habe kein Buch mit einem Schlüssel auf dem Titelbild gefunden! Dabei habe ich jetzt ganz schön viele Bücher aus den Regalen gezogen und mich vergewissert, dass ich wirklich kein solches besitze. Was ich da nicht alles gefunden habe: Verschlossene Truhen, angelassene Motorräder, von Zuhause ausziehende Mäuse - nur eben alles ohne Schlüssel! Bei einer wirklichen Schnitzeljagd wäre hier wohl für mich Schluss, aber ich mache jetzt einfach mal weiter, denn die Beantwortung von Nummer 3 birgt ja nicht den - ha, ha - Schlüssel für den Schritt zur Nummer 4 in sich, sondern ich kann einfach weiter lesen und antworten.

Nachtrag: Siehe da! Wir haben doch noch ein Buch mit einem Schlüssel drauf gefunden, und zwar das Heimwerker-Buch von Bosch "Für Heimwerker, die nur ganze Sachen machen", worauf eine Vitrine abgebildet ist, in der tatsächlich ein Schlüssel steckt. Außerdem könnte man hier ja im weitesten Sinne auch noch den vierten Potter-Band nennen, immerhin ist darauf ja ein Portschlüssel abgebildet...

4. Etwas im Regal, das kein Buch ist.
Da gibt es vieles, denn unsere Regale sind einfach ganz schön voll gestellt, und einzelne Fächer werden auch gar nicht von Büchern geziert. So zum Beispiel dasjenige, in dem unsere Räuchermännel weilen.


5. Das älteste Buch im Regal.

Freitag, 7. Juni 2013

[Freitags-Füller] #78

Schon wieder Freitag?! Wo ist bloß die Zeit geblieben... Die Vorgaben sind wie immer von der lieben Barbara und meine Antworten sind fett markiert.

1. Ich hab getan als würde ich schlafen, aber das hat den Sohnemann nicht im geringsten interessiert und die Nacht war um halb sechs in der Früh vorbei.

2. Der kleine Mann ist bei uns die Nummer 1.

3. Jetzt fehlen noch fünf unserer 65(!) Umzugskisten, dann ist endlich wieder alles ausgeräumt.

4. Ich habe gar keine meine Lieblings-App. Ich besitze ja nicht einmal ein Smartphone.

5. Die Freiheit nicht immer und überall erreichbar zu sein, nehme ich mir.

6. Ich bin ein absoluter Warmduscher. Sobald ich unter der Dusche stehe, gleicht das Badezimmer einem tropischen Nebelwald.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Start in ein freies Wochenende, morgen habe ich Brei und Marmelade kochen, sowie Kisten auspacken geplant und Sonntag möchte ich den Balkon sommerfein machen!

Ihr wollt auch den Freitag füllen? Dann greift doch einfach bei der Barbara zu. Nun wünsche ich euch ein schönes Wochenende! Was steht denn bei euch so an?