Freitag, 12. Februar 2010

Die Karte meiner Träume

T. S. Spivet ist ein anerkannter Wissenschaftler, dessen detaillierte Zeichnungen regelmäßig in wissenschaftlichen Zeitungen veröffentlicht werden. Eines Tages erreicht T. S. ein Anruf aus Washington - er wurde für den Baird-Preis nominiert und soll diesen während einer feierlichen Zeremonie entgegen nehmen. Das bringt T. S. ganz schön aus dem Konzept: Er telefoniert nicht gern, er braucht all seine Zeichenutensilien und viele Objekte mehr immer um sich - und nicht zu vergessen: Seine unzähligen Notizbücher, die die Wände seines Zimmers pflastern und in denen er graphisch seine Umwelt fest hält. Da wären Skizzen über das Putzen der Maiskolben, gepaart mit einer Auflistung, wie viele von Insekten angefressen wurden. Oder die Widerspiegelung von Emotionen in einem Gesicht, getrennt nach beteiligten Muskelpartien. Oder die Dichte des Müllaufkommens in verschiedenen Bezirken einer Großstadt... Unter all seinen Materialien muss T. S. nun also auswählen, welche er mit nach Washington nimmt, um den Preis entgegen zu nehmen. Er muss eine Dankesrede schreiben, die er vor dem Plenum ausgewählter Wissenschaftler halten soll. Und er muss sich überlegen, wie er von der Farm in Montana bis Ende der Woche nach Washington kommt. - Die Sache hat nur einen Haken: T. S. ist zwölf Jahre alt. In Washington weiß das aber niemand. Und im Haus seiner Familie in Montana weiß niemand von T. S.' wissenschaftlichem Erfolg. Und T. S. will das lieber auch gar nicht kund tun: Seine Mutter, selbst ambitionierte Forscherin, arbeitet seit Jahren vergebens auf ihren wissenschaftlichen Druchbruch hin. Seine Schwester interessiert sich ohnehin nur für sich selbst und ihre Ambitionen als Schauspielerin. Und sein Vater hat für T. S. auch nicht viel übrig. Wäre er handwerklich so geschickt wie sein Bruder Layton, dann - ja, dann könnte T. S. damit rechnen, von seinem Vater einen anerkennenden Klaps auf die Schulter zu erhalten. Aber nicht dafür, filigrane Zeitungen anzufertigen.

Kurzerhand macht sich T. S. also allein auf den Weg nach Washington. Er packt die nötigsten Utensilien ein und schleift seinen Koffer zum nächsten Güterbahnhof. Ja - Güterbahnhof. Er versteckt sich auf einem Güterwaggon und fährt als Schwarzer Passagier in Richtung Osten. Und damit beginnt das größte Abenteuer seines kurzen Lebens...

Das Buch ist selbst ein großes Abenteuer. Eine Schatzkiste voller unerwarteter Nebenstränge. Und immer wieder führen Pfeile weg vom Text hin zu all den wunderbaren, filigranen Zeichnungen. Für dieses Buch braucht man viel Zeit, große Neugierde - und Freude an schönen Geschichten. Völlig unerwartet ergibt ein Stichwort den Anlass für eine weitere kleine Geschichte. Und ganz nebenbei lernt man die Familie Spivet kennen und erfährt, was mit T. S.' Bruder Layton vor einigen Monaten in der Scheune geschehen ist, welche Rolle T. S. dabei gespielt hat und wie sehr dieses Ereignis seine Auffassung von Schicksal prägt...

Fazit: 5 Sterne!

Reif Larsen: Die Karte meiner Träumes. ISBN: 978-3-1004-4811-8

Mittwoch, 3. Februar 2010

Bücherstöckchen

Viel zu lange schon gibt es hier nichts neues mehr... Das ist meinem sehr vollen Semester (Uni, Arbeiten, Abschlussarbeit vorbereiten) geschuldet. Außerhalb der Uni habe ich leider auch nicht sehr viel gelesen. Und noch viel mehr habe ich dieses Blog vernachlässigt, in dem ich doch über all die Bücher schreiben wollte, die ich bereits gelesen habe... Ich gelobe Besserung nach der Prüfungszeit und greife derweil ein Blog-Stöckchen auf, bis es hier wieder weiter geht.

Welches der Top 100 Bücher habe ich gelesen bzw. zu Hause stehen:

  1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
  2. Die Bibel
  3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
  4. Das Parfum, Patrick Süskind
  5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
  6. Buddenbrooks, Thomas Mann
  7. Der Medicus, Noah Gordon
  8. Der Alchimist, Paulo Coelho
  9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
  10. Die Päpstin, Donna W. Cross
  11. Tintenherz, Cornelia Funke
  12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
  13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
  14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
  15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
  16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
  17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
  18. Der Name der Rose, Umberto Eco
  19. Illuminati, Dan Brown
  20. Effi Briest, Theodor Fontane
  21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
  22. Der Zauberberg, Thomas Mann
  23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
  24. Siddharta, Hermann Hesse
  25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
  26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
  27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
  28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
  29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
  30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
  31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
  32. Die Glut, Sándor Márai
  33. Homo faber, Max Frisch
  34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
  35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
  36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
  37. Owen Meany, John Irving
  38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
  39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
  40. Die Wand, Marlen Haushofer
  41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
  42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
  43. Der Stechlin, Theodor Fontane
  44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
  45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
  46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
  47. Der Laden, Erwin Strittmatter
  48. Die Blechtrommel, Günter Grass
  49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
  50. Der Schwarm, Frank Schätzing
  51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
  52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
  53. Momo, Michael Ende
  54. Jahrestage, Uwe Johnson
  55. Traumfänger, Marlo Morgan
  56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
  57. Sakrileg, Dan Brown
  58. Krabat, Otfried Preußler
  59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
  60. Wüstenblume, Waris Dirie
  61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
  62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
  63. Mittsommermord, Henning Mankell
  64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
  65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
  66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
  67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
  68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
  69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
  70. Tagebuch, Anne Frank
  71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
  72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
  73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
  74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
  75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
  76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
  77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
  78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
  79. Winnetou, Karl May
  80. Désirée, Annemarie Selinko
  81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
  82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
  83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
  84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
  85. 1984, George Orwell
  86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
  87. Paula, Isabel Allende
  88. Solange du da bist, Marc Levy
  89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
  90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
  91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
  92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
  93. Schachnovelle, Stefan Zweig
  94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
  95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
  96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
  97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
  98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
  99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
  100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood
Im Blog von Janasworld steht zu dieser Liste ein Kommentar über die zweifelhafte Aufstellung der Top100-Liste. Ob man alles davon gelesen haben muss? Wer weiß. Durchaus finden sich auf dieser Liste aber noch einige Bücher, die ich auch eines Tages lesen möchte (sprechen wir nach meinem Studium noch einmal darüber...). Aber es fehlen auch viele Bücher, die ich gern und - manches Mal sogar - oft gelesen habe.